Es ist soweit – vier Tage lang Feuerwerk – der Verkaufsstart von Feuerwerkskörpern am 28. Dezember wird von vielen Menschen sehnsüchtig erwartet. Zu recht? Politiker, Anwohner und Tierschützer fordern schon seit langem ein Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern. Zahlreiche Argumente sprechen für das Feuerwerksverbot: Das “Böllern” wirkt sich traumatisch auf Haus-und Wildtiere aus, zudem kommen die Aufräumarbeiten die Kommunen teuer zu stehen. Übrig bleiben oftmals genervte Anwohner und ratlose Autobesitzer mit beschädigtem Eigentum. Wer bei Böllerschäden am Auto haftet, erfährst Du in diesem Artikel.

Der richtige Parkplatz

In Deutschland wird seit 2015 ein jährlicher Umsatz von 133 Mio.* 1 Euro mit dem Verkauf von Feuerwerkskörpern gemacht. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es rund 100 Mio. Euro, was einen Anstieg von über 30% bedeutet. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Knallern, Böllern und Raketen ist in Anbetracht der hohen Anzahl verkaufter Feuerwerksartikel umso wichtiger.

Auto sicher Parken

An Silvester kann Deinem Auto einiges passieren: Lackschäden, Brandspuren, Kratzer oder mutwilliger Vandalismus, können am Morgen nach der Silvesterparty für ein böses Erwachen sorgen.

Um Deinen Wagen vor Silvesterschäden zu schützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Wer eine Garage besitzt, sollte sein Auto unbedingt dort abstellen, um Schäden durch Feuerwerke zu vermeiden. Vor allem in Großstädten verfügen jedoch nur wenige Autobesitzer über eine eigene Garage. Während der Feuerwerks-Hochsaison vom 28. Dezember bis 01. Januar, können daher auch ruhige Seitenstraßen deinem Auto Schutz bieten. 

Falls Du am 31. Dezember gegen Abenddämmerung immer noch keine geeignete Stelle zum Parken für dein Auto gefunden hast, bieten sich Parkhäuser als ideale Option für Autobesitzer an, die keine eigene Garage besitzen. Hier ist das Risiko für das Eintreten eines Schadens durch Feuerwerkskörper am geringsten. Befindet sich weder Parkhaus, noch Seitenstraße in der Nähe, gibt es Abdeckplanen, die Deinem Wagen Schutz bieten können. Jedoch ist eine Abdeckplane immer auch ein Blickfang und kann ungewollte Aufmerksamkeit auf Dein Auto lenken.

Auto getroffen? Wer bezahlt was?

Das wichtigste vorweg: Egal ob ein Schaden mutwillig oder versehentlich geschehen ist – in beiden Fällen musst Du ihn polizeilich melden. Zusätzlich solltest Du den Sachschaden am Wagen mit Handyfotos oder per Videoaufnahme dokumentieren. Am besten machst Du das aus verschiedenen Perspektiven. Bei Vandalismus ist es von Vorteil, Zeugen zu haben.

So gehst du mit folgenden Schäden um

Dreck bzw. Schwarzpulver-Reste (Schmauchspuren) können oftmals durch eine einfache Autowäsche entfernt werden. Trotzdem ist hier Vorsicht geboten – falls unter dem Dreck leichte Brandschäden bzw. Verfärbungen auf dem Lack sind, sollte man unbedingt auf Reinigungsmittel bzw. Werkzeug verzichten, um größere Schäden zu vermeiden. Polituren sind weitaus schonender und können Dir stattdessen weiterhelfen.

Bei mutwilligen Kratzern hilft je nach Tiefe des Kratzers ebenfalls eine einfache Politur. Allerdings kannst Du Auto-Kratzern mit einer Autofolie vorbeugen. Diese werden oft bei Taxis und Einsatzwagen der Polizei angebracht.

Wer kommt für den Schaden auf?

Im Idealfall kommen bei Schäden der Verursacher bzw. seine Versicherung für die Reparaturkosten auf. Leider lässt sich in den meisten Fällen, vor allem an Silvester, kein Verursacher ermitteln. Je nach Schadensart übernimmt Deine Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung den Schaden (falls der Verursacher unbekannt ist). Bei einer Haftpflichtversicherung müssen die Kosten allerdings selbst getragen werden.
Im Idealfall kommen bei Schäden der Verursacher bzw. seine Versicherung für die Reparaturkosten auf. Leider lässt sich in den meisten Fällen, vor allem an Silvester, kein Verursacher ermitteln. Je nach Schadensart übernimmt Deine Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung den Schaden (falls der Verursacher unbekannt ist). Bei einer Haftpflichtversicherung müssen die Kosten allerdings selbst getragen werden.

Vollkasko

Mit einer Vollkaskoversicherung bist du bei mutwilligem Vandalismus abgesichert. Kalkuliere bei einer vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung anfallende Kosten mit ein. Auch die Auswirkungen auf Deine Schadenfreiheitsklasse ist zu beachten.
Die Vollkasko sichert Dich für folgenden Fälle ab:

  • Kratzer
  • Beschädigung der Außenspiegel
  • Beschädigung von Scheinwerfern
  • Beschädigung der Antenne
  • Graffiti am Auto
  • Verursachung von Beulen an der Karosserie

Teilkasko

Im Gegensatz zur Vollkasko muss bei der Teilkasko keine Änderung der Schadensfreiheitsklasse befürchtet werden.

Die Teilkasko sichert Dich für folgenden Fälle ab:

  • Brand- oder Explosionsschäden
  • Zerstörte Scheiben
  • Sturmschäden
  • Hagelschäden
  • Überschwemmungsschäden
Die meisten Schäden an Silvester werden durch Vandalismus verursacht, aber auch herabfallende Raketen, können Kratzer an Deinem Auto verursachen

Am 1. Januar solltest Du Deinen Wagen gründlich überprüfen. Ist der Auspuff frei von Böllern? Sind die Reifen unbeschädigt? Hat sich etwas am Lack verändert?

Falls du für alle Eventualitäten gewappnet sein willst und Silvester ohne Sorge um Dein Auto feiern möchtest, findest Du mit Joonko die passende Versicherung.

Quellen
1 Statista