Überführungs-
kennzeichen

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Überführungskennzeichen
– die Basics

  • Mit einem Überführungskennzeichen kannst Du ein nicht angemeldetes Auto im Straßenverkehr fahren.
  • Überführungskennzeichen ist der Oberbegriff für verschiedene Arten:
    Kurzzeitkennzeichen und Ausfuhrkennzeichen. 
  • Kurzzeitkennzeichen nutzt Du innerhalb Deutschlands oder der EU, sie sind 5 Tage gültig.
  • Mit Ausfuhrkennzeichen kannst Du Autos ins Nicht-EU-Ausland überführen – Gültigkeitsdauer: 15 Tage bis 1 Jahr.

Was ist ein Überführungskennzeichen?

Überführungskennzeichen ist der Oberbegriff für zwei Arten von Sonderkennzeichen: das Kurzzeitkennzeichen und das Ausfuhrkennzeichen. Beide sind Nummernschilder auf kurze Zeit und nur für das zu überführende Fahrzeug gültig. Mit dem Überführungskennzeichen kannst Du ein noch nicht angemeldetes und noch nicht zugelassenes Auto von einem Ort zum anderen transportieren. Das nennt sich dann Überführungsfahrt.

Warum brauche ich ein Überführungskennzeichen?

Beim Kauf oder Verkauf eines Autos fehlen oft die Kennzeichen. Das kann zweierlei Gründe haben: Handelt es sich um einen Neuwagen, ist er noch nicht angemeldet. Geht es um einen Gebrauchtwagen, ist er schon abgemeldet. Ohne Kennzeichen darfst Du nicht im Straßenverkehr unterwegs sein – das gilt als Straftat, da Du dann nicht versichert bist. Als Privatperson kannst Du sogenannte Überführungskennzeichen beantragen, um Dein gerade gekauftes Auto zu transportieren. Die roten Kennzeichen, die oft an Neuwagen zu sehen sind, stehen als Händlerkennzeichen nur gewerblichen Verkäufern zur Verfügung.

Was ist ein Kurzzeitkennzeichen?

Mit einem Kurzzeitkennzeichen kannst Du ein nicht angemeldetes Auto im Straßenverkehr fahren. Kurzzeitkennzeichen kannst Du innerhalb Deutschlands oder der EU nutzen. Sie sind nur 5 Tage gültig.

Was brauche ich, um ein Kurzzeitkennzeichen zu beantragen?

Folgende Dokumente brauchst Du, wenn Du ein Auto mit einem Kurzzeitkennzeichen innerhalb Deutschlands oder der EU überführen möchtest.

  • Ausweis: Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung (nicht älter als 3 Monate)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I – Fahrzeugschein
  • Zulassungsbescheinigung Teil II – Fahrzeugbrief
  • Versicherungsnachweis – eVB-Nummer der Kfz-Versicherung (früher „Doppelkarte“, heute teilweise auch “Versicherungs-Bestätigung zur Übermittlung”, kurz VBÜ)
  • Hauptuntersuchung (HU) – TÜV
  • Abgasuntersuchung (AU)
  • Gewerbenachweis: Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug (diese sind nur für gewerbliche Anmeldungen nötig)

Folgendes solltest Du noch bei den einzelnen Dokumenten für die Zulassungsstelle beachten:

Ausweis: Wenn Du den Reisepass statt des Personalausweises nimmst, solltest Du zusätzlich die Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamts mitbringen. Diese sollte nicht älter als 3 Monate sein.

Versicherungsnachweis/eVB-Nr.: Die eVB-Nummer dient der Zulassungsstelle als Nachweis für eine vorhandene Kfz-Versicherung. Früher war sie als „Doppelkarte“ bekannt. Heute findest Du sie in einigen Dokumenten auch als “Versicherungs-Bestätigung zur Übermittlung” oder kurz VBÜ.

Kurzzeitkennzeichen wiederverwenden, abgeben oder abmelden?

Beide Arten von Überführungskennzeichen, also Kurzzeit- als auch Ausfuhrkennzeichen, sind fahrzeuggebunden. Das heißt, Du kannst sie nur für dieses und kein anderes Auto verwenden. Nachdem das eingeprägte Ablaufdatum überschritten wurde, sind die Kennzeichen automatisch ungültig. Den Weg zur Zulassungsstelle kannst Du Dir deshalb sparen. Du kannst sie selbst entsorgen oder auch als Erinnerung behalten.

Was sind Ausfuhrkennzeichen?

Ein Ausfuhrkenn­zeichen, auch Exportkennzeichen oder Zollkennzeichen, genannt, brauchst Du, wenn Du ein Auto ins Nicht-EU-Ausland überführen möchtest.

Wie lange gilt ein Ausfuhrkennzeichen?

Das Ausfuhrkennzeichen bzw. Zollkennzeichen hat eine Gültigkeitsdauer von 15 Tagen bis zu 1 Jahr. Wie lange dieses Kennzeichen gültig ist, siehst Du im roten Feld des Nummernschildes. 

Woher bekomme ich ein Ausfuhrkennzeichen?

Ein Ausfuhrkennzeichen kannst Du nur in der Kfz-Zulassungsstelle Deines Wohnortes beantragen.

Was kostet ein Ausfuhrkennzeichen?

Kfz-Steuer

variiert
Kosten
Gebühren für die Zulassung:
ca. 30 Euro – 35 Euro
Kosten für die Prägung des Kennzeichens:
ca. 14 Euro – 30 Euro
Tarif der Versicherungspolice
variiert
Die Preisangaben sind ohne Gewähr.

Wie viel Dich das Ausfuhrkennzeichen letztendlich kostet, hängt vor allem von der Gültigkeitsdauer ab. Beim Ausfuhrkennzeichen fällt nämlich noch die Kfz-Steuer an. Auch der Versicherungsbeitrag erhöht sich entsprechend der Dauer des Kennzeichens.

Was brauche ich für ein Ausfuhrkennzeichen?

Wenn Du ein Ausfuhrkennzeichen zur Überführung Deines Autos ins Nicht-EU-Ausland beantragen möchtest, brauchst Du folgende Unterlagen:
  • Ausweis: Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung (nicht älter als 3 Monate)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Hauptuntersuchung (HU) – TÜV
  • Abgasuntersuchung (AU)
  • Versicherungsnachweis: eVB-Nummer der Kfz-Versicherung (früher „Doppelkarte“, heute teilweise auch “Versicherungsbestätigung zur Übermittlung”, kurz VBÜ)
  • SEPA-Einzugsermächtigung des Fahrzeughalters für die Kraftfahrzeugsteuer
Je nach Situation brauchst Du für das Ausfuhrkennzeichen noch diese zusätzlichen Unterlagen:
  • amtliche Kennzeichen – wenn das Kfz noch angemeldet ist.
  • Abmeldebescheinigung (grün) – wenn das Kfz stillgelegt wurde.
  • Abmeldevermerk (im Fahrzeugschein) – wenn das Kfz abgemeldet ist.

Kfz-Versicherung ist Pflicht für Ausfuhrkennzeichen

Für Ausfuhrkennzeichen gibt es spezielle Kfz-Versicherungen. Meist beinhalten diese aber nur eine Haftpflichtversicherung. Eine Teil- oder Vollkasko kannst Du noch zusätzlich wählen. Viel Erfolg bei der Überführungsfahrt wünscht Dir Joonko!